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Mit proficl@ss gutes Händchen bewiesen

Wer denkt, dass Handschuh gleich Handschuh ist, hat noch nichts von  der Kächele-Cama-Latex GmbH (KCL) gehört. Der führende deutsche Schutzhandschuh-Hersteller blickt auf 75 Jahre Erfahrung zurück und bietet hunderte verschiedener Produkte an, um Hände professioneller und privater Anwender vor Schäden zu schützen. Allerdings hat das große Sortiment einen Nachteil: Eine Fülle an Produktdaten, die man für elektronische Anwendungen und vor allem den Austausch mit dem Handel „in den Griff“ bekommen musste. KCL hat genau das nun geschafft: Mit der Produktdaten-Klassifizierung nach proficl@ss.

Die Klassifikation von Produktdaten ist vor allem im Produktionsverbindungshandel auf dem Vormarsch. Große Sortimente mit sehr diversen Artikelbeschreibungen müssen für die Handelspartner so aufbereitet werden, dass die Daten reibungslos in Warenwirtschaftssystem, Webshop oder Katalogerstellung des Empfängers einfließen können. Allerdings ist das bei einem großen Datenbestand oft leichter gesagt als getan:

„Wenn früher der Handel Produktinfos haben wollte, musste ich erst überlegen: Welche Merkmale sind konkret für diesen Partner wichtig? Dann habe ich speziell eine Liste der Artikel mit den für ihn relevanten Kriterien zusammengestellt“, erinnert sich Christin Hotzel, Projektleiterin Internet und Kommunikation bei der KCL GmbH. „Das dauerte lange, machte zusätzlich Arbeit und unsere Händler hatten Probleme, meine unstrukturierten Daten weiter zu verarbeiten, etwa in Katalogen. Und wiederholte Daten-Anpassungen kosten sowohl auf Händler- als auch auf Herstellerseite viel Zeit und Nerven.“

Nachfrage aus dem Handel
Mit der Zeit mehrten sich die Anfragen des Handels nach klassifizierten Daten. „Auch das E/D/E war einer dieser Partner – dort wurde uns proficl@ss als Klassifizierungsstandard für die Branche empfohlen“, so Hotzel. Da lag es für die KCL GmbH, die neben dem deutschen Standort auch noch ein Unternehmen in Ungarn leitet, nahe, sich über die Produktklassifizierungs-Initiative zu informieren. "Schließlich", so bemerkt Hotzel, "habe man als großes Unternehmen keine andere Wahl, als die eigenen Daten in den Griff zu bekommen: proficl@ss ist die führende Klassifizierungsinitiative im Produktionsverbindungshandel und KCL ist Deutschlands führender Schutzhandschuh-Hersteller. Außerdem wird von einem Marktführer ganz einfach erwartet, dass er austauschfähige Daten zur Verfügung stellen kann.“ Ziel von proficl@ss e.V. ist es, einheitlich strukturierte Produktdaten zu schaffen, um dadurch den Datenaustausch zwischen Herstellern und Händlern , beziehungsweise das eBusiness im Ganzen, schneller und kostengünstiger zu machen. Grundlage des Standards sind Produktmerkmale (Länge, Breite oder Durchmesser) und genormte Merkmalsausprägungen. Diese charakterisierenden Beschreibungen müssen jedem Produkt zugewiesen und entsprechend abgespeichert werden. Hilfestellung leisten Software- Applikationen, in die mehrere tausend Produktdefinitionen (proficl@ss-Klassifikationsstruktur) integriert sind und die Anwender bei der Zuordnung der Produkte erheblich unterstützen. In Eichenzell war man daher schnell von der Richtigkeit des Schrittes überzeugt und Hotzel begann, die über 1000 Artikel in proficl@ss einzupflegen.

Hitzebeständig oder säurefest?
Eine Menge Arbeit, denn: Pro Artikel kommen etliche Merkmale hinzu, welche die Handschuhe unterscheiden und von großer Bedeutung für den Alltag im Betrieb sind. Und dabei ist die exakte Beschreibung und Normierung von Artikeln gerade bei hoch spezialisierten Produkten – speziell im Arbeitsschutz – von besonderer Bedeutung. „Zum Beispiel müssen unsere Chemikalien-Schutzhandschuhe andere Kriterien erfüllen als unsere Schutzhandschuhe gegen mechanische Risiken, etwa zum Schutz vor Schnitten, Hitze oder Vibration“, erklärt Hotzel. Ein extrem hitzebeständiger Arbeitshandschuh kann daher nicht gegen hochgiftige Chemikalien schützen. Hier entstehen durch Verwechslungen der Anwendungsbereiche schnell lebensgefährliche Situationen.

Anwendungsbereich, Material, Größe, Farbe, Zertifikate …
„Am einfachsten“, erklärt Hotzel, „kann man das am Beispiel erklären: „Ein Chemikalien-Schutzhandschuh hat eine bestimmte Innenausführung, etwa aus Trikot, oder eine Velourisierung, die von außen mit einer Beschichtung überzogen ist, zum Beispiel Nitril, Naturlatex oder Chloropren. Verschiedene Normen müssen erfüllt werden, so zum Beispiel EN 374 oder EN 388. Außerdem bezeichnen wir auch den exakten Anwendungsbereich, im Chemiebereich beispielsweise Labor, Lackierarbeiten oder Galvanotechnik.“ Alle diese unterschiedlichen Eigenschaften muss der Hersteller angeben können und aus dem Warenwirtschaftssystem heraus in proficl@ss einpflegen. Ein großes Stück Arbeit, aber zum Glück war der Support bei Problemen zur Stelle, wie Hotzel erzählt: „Bei Fragen war Frank Basten aus dem Bereich eBusiness im E/D/E immer telefonisch erreichbar, um mir weiterzuhelfen.“

Partner zufrieden
Als alle Artikel eingepflegt waren, ging es dafür im Tagesgeschäft bei der KCL GmbH umso schneller: „Wir haben durch proficl@ss erheblichen Mehraufwand gespart. Heute kann ich jedem Händler den kompletten proficl@ss-Datensatz senden und er kann die Daten sofort weiterverarbeiten und die für ihn relevanten Kriterien ausfiltern.“ Endlich ist die Flut an Artikelbeschreibungen einer stringenten Ordnung gewichen und auch die Handelsunternehmen können Daten blitzschnell übernehmen. Alles in allem eine gute Bilanz – für beide Seiten, so Hotzel: „Bisher hat sich jedenfalls noch keiner unserer Partner beschwert.“

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