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Hersteller liefern Daten nach proficl@ss

Die einheitliche Klassifizierung und Beschreibung von Produktdaten zählt zu den wichtigsten Voraussetzungen, um im eBusiness zwischen Herstellern und Händlern Aufwand und Kosten zu reduzieren. Die Nördlinger STABILUS Safety GmbH, Anbieter von Arbeitsschutz-Produkten, hat sich dafür entschieden, die eigenen Daten nach den proficl@ss-Vorgaben neu zu strukturieren.

Geht es um höchste Ansprüche im Arbeitsschutz, steht seit mehr als 80 Jahren der Name  STABILUS  ganz  oben.  Seit  2005  als  STABILUS  Safety  GmbH  firmiert, produziert das Unternehmen Sicherheitsschuhe, -sandalen und -stiefel für Handel und Industrie. Zu den größten Handelsverbänden gehört auch das Einkaufsbüro Deutscher Eisenhändler GmbH in Wuppertal (E/D/E). In der Praxis heißt das: STABILUS-Artikel sind in den Print- und Online-Standardkatalogen des E/D/E integriert, die wiederum an E/D/E-Mitgliedsfirmen abgegeben und im lokalen und regionalen Vertrieb eingesetzt werden.

Nonkonformität der Daten
Größte  Herausforderung  bei  dieser  Katalog-Einbindung  der  STABILUS-Daten,  aber auch anderer Hersteller, war bisher die Unterschiedlichkeit der vorhandenen elektronischen Daten-Strukturen. Unabhängig, ob der gesamte Artikelstamm importiert oder nur einzelne Daten aus dem Sortiment übernommen werden sollten, die nicht übereinstimmende Struktur oder auch die Vielzahl am Markt verfügbarer elektronischer Formate und Datenstrukturen sorgte stets für Mehrarbeit. Statt per Knopfdruck die Informationen einfach übernehmen zu können, mussten die Daten häufig erst umständlich analysiert und danach manuell in das gewünschte Format umgewandelt werden. Und das hieß wiederum: Das scheinbar einfache eBusiness-Verfahren brauchte nicht nur Zeit, sondern kostete Personal und Ressourcen.

Datenaustausch nun einfach
Seit Anfang diesen Jahres allerdings kann die STABILUS Safety GmbH dem E/D/E und anderen Händlern nun einheitlich klassifizierte und strukturierte Daten für seine Print- und Online-Publikationen zur Verfügung stellen. Als Basis dienen dabei das BMEcat-Format und die einheitliche Strukturierung nach proficl@ss. BMEcat deshalb, weil es heute das in Deutschland führende Austausch-Format für elektronische Produktkataloge ist, proficl@ss, weil er den führenden und wichtigsten Klassifizierungsstandard in der PVH-Branche darstellt. So sind entsprechende einheitliche Beschreibungen bereits für die Bereiche Arbeitsschutz, Unfallsicherheit, Lager- und Betriebseinrichtung, Werkzeug, Werkzeugmaschinen, Schloss und Beschläge, Maschinenelemente, Befestigungsmittel, Baustoffe sowie Bauelemente vorhanden. Basis von „proficl@ss“ sind verschiedene charakterisierende Beschreibungen. Hierzu gehören vornehmlich Produktmerkmale und genormte Merkmalsausprägungen, im Fall von STABILUS z.B. Größe, Obermaterial oder Farbe. Die Entscheidung für proficl@ss beruhte im Nördlinger Unternehmen aber nicht zuletzt auch auf der Tatsache, dass das E/D/E als Partner und Multiplikator mit „im Boot“ war und seinen Lieferanten mit Rat und Tat sowie mit Seminaren und Workshops zum Thema zur Seite stehen konnte.

Durch proficl@ss-Workshops gut vorbereitet
Auf einer dieser Veranstaltungen informierte sich Vertriebsleiter Sven Schedlbauer auch über die verschieden eBusiness-Standards, proficl@ss und die Dienstleistungen des E/D/E. Nach der allgemeinen Einführung in das Thema folgte ein Praxisbeispiel – die Umwandlung einer Exceldatei in einen gültigen proficl@ss–BMEcat. Der Workshop gab den Teilnehmern damit das nötige Know-how an die Hand, um die eigenen Katalogdaten entsprechend zu formatieren und nach proficl@ss zu strukturieren. Schedlbauer erklärt: „Das E/D/E stellte uns den sogenannten „proficl@ss-Agenten“ zur Verfügung, eine Excel-Datei, die bereits eine Klassifizierung vorgibt. Wir mussten dann nur noch die verschiedenen Artikel in diese Tabelle einfügen.“ Obwohl jedes Schuh- oder Stiefelmodell der STABILUS Safety GmbH über jeweils eigene Merkmale verfügt, stellte sich die Implementierung dieser Datenmengen erstaunlich einfach dar:

„Nachdem man sich kurz mit der Funktionsweise der Software vertraut gemacht hatte, war das Eingeben der Daten kein Problem mehr und innerhalb eines Tages erledigt,“ erklärt der Vertriebsleiter. „Die Bilder der Artikel konnten ebenfalls problemlos eingebunden werden.“ Die Tabelle mit mehreren hundert Artikeln in verschiedenen Größen wurde im BMEcat-Format exportiert, auf eine CD gebrannt und an das E/D/E weitergeleitet, um nahtlos in die verschiedenen Kataloge des Wuppertaler Einkaufsbüros aufgenommen zu werden.

Vereinfachung des Tagesgeschäftes
„Nicht nur das E/D/E, auch andere Großkunden begrüßen heute die Bereitstellung unserer   BMEcat-   und   proficl@ss-fähigen   Daten“,   beschreibt   Schedlbauer   das Ergebnis des Prozesses. „Wir können nun ideal auf die Bedürfnisse der Wiederverkäufer reagieren und damit aktiv für einheitliche Strukturen im Datenaustausch, sowie Produktivitäts- und Effizienzsteigerungen sorgen. Kurzum: ein erheblich verbessertes Produktdatenmanagement im Unternehmen“. Für die Praxis heißt das: Sollen STABILUS-Daten nun in einen Katalog oder einen Online-Shop eingebunden  werden,  müssen  diese  nicht  mehr  manuell  umgearbeitet  werden, sondern stehen direkt zum Import in die betreffende Anwendung zur Verfügung. Der Standard garantiert zudem eine schnelle elektronische Produktsuche und effizienten Produktdatenaustausch, da bei Änderungen oder Ergänzungen nicht alle betreffenden Datensätze mühsam „per Hand“ geändert werden müssen. „Die Zusammenarbeit zwischen Kunden und Lieferanten funktioniert jetzt viel besser“, so Schedlbauer, „ein Vorteil ist auch, dass unsere Daten nun auch im Internet veröffentlicht oder für andere Publikationsformen des E/D/E problemlos verwendet werden können.“ Eine Plattform zur Online-Bestellabwicklung für STABILUS-Kunden ist diesbezüglich bereits in Planung.

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